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Die Zukunft von Bluetooth

Bluetooth: Geschichtswürdige Technik ebnet Zukunft

Dass sich der hiesige Techniksektor in einem stetigen Wandel befindet, steht außer Frage. So hat etwa mit der Geburt des iPhones im Jahre 2008 nach Ansicht vieler IT-Spezialisten eine völlig neue Kommunikationsära in das Leben des einfachen Mannes Einzug halten können: Alles geht heutzutage mobiler, schneller und vor allem global. Für den globalen Charakter der neuen Kommunikationstechnik bluetooth-1330140_1280war selbstverständlich in erster Linie der Ausbau des World Wide Webs alias Internet ausschlaggebend, doch auch viele weitere Errungenschaften trugen entscheidend zum Erfolg neuer technischer Geräte bei. Ein absolutes Paradebeispiel stellt hier die Bluetooth-Technik dar: Innerhalb von 20 Jahren konnte der Übertragungsweg zum Standard heutiger mobiler sowie stationärer Elemente der Unterhaltungsbranche werden, wobei die Geschichte dieser unsichtbaren und strahlungsarmen Signalverarbeitung wesentlich weiter in die Vergangenheit reicht: Namensgeber war Heinrich Blauzahn, ein dänischer König, der durch cleveres Verhandlungsgeschick zwei zutiefst verfeindete Territorien zwischen Norwegen und Dänemark wiedervereinen konnte.

Aus dem Ritterstand zum Allzweckkuppler

Kaum zu glauben, aber wahr: Bluetooth war zunächst einzig und allein großen Konzernen und Industriegiganten vorbehalten – der kleine Mann von der Straße bekam erst gut 10 bis 15 Jahre später Wind von der neuen Drahtlostechnik. So wird der Anfang der „Blauzahn“-Technik auch in den frühen 90er des vergangenen Jahrhunderts verortet: Als Ergebnis eines Zusammenschlusses führender Konzerne war Bluetooth eine umgreifende Verbindungstechnologie geplant, die über WPAN Verbindungen möglichst sichere, sprich stabile, sowie möglichst schnelle Übertragungen garantieren sollte. Den Anfang machte demnach Bluetooth 1.0, welches zunächst auch einzig und allein im industriellen Kontext, etwa im Logistikbereich und der Synchronisierung spezieller Terminals, zum Einsatz kam. Mit der Jahrtausendwende kam dann die erste große Neuerung der Bluetooth-Technik daher: Seit 2001 wurden zentrale Probleme wie etwa ein gravierendes Sicherheitsleck geschlossen. Ab dato entwickelte sich der unsichtbare Kuppler immer mehr zu einem Alleskönner, wobei die eigentlichen Übertragungsraten erstaunlicherweise auf einem verhältnismäßig geringen Niveau verblieben! Selbst die derweil aktuellste sowie meist genutzte Generation 4.1 kann in der Praxis lediglich mit Übertragungsraten von gut 2 MB/s dienen, was zwar einen deutlichen Fortschritt gegenüber den anfänglichen 700 kb/s, im Vergleich zu WLAN & Co. allerdings weitaus geringere Raten erkennen lässt. Der Grund: Der Verband der Hightech-Technologie „Bluetooth Special Interest Group“ sieht diese Drahtlosverbindung mittlerweile weitaus weniger als Synchronisationsmöglichkeit, sondern vielmehr als kommunikativ-unterhaltungselektronische Individualerweiterung, die seit der Profilierung von Bluetooth 4.1 eine besonders effiziente Stromeffizienz und eine gesteigerte Reichweite mit sich bringt.

Trends und Aussichten

Rückblickend werden vor allem zwei Ereignisse als ausschlaggebend für die heutige Verbreitung von Bluetooth erachtet. So konnte durch die Implementierung eines nativen Bluetooth-Treibers in das zweite Service Pack von Microsofts Betriebssystem XP und die Interferenzbehebung auf der stetig weiter wachsenden LTE-Frequenz der Einsatz von Bluetooth in etlichen Bereichen vereinfacht werden. Unterstützt durch die Low-Energy-Technik haben Bluetooth-Geräte somit vor allem in zwei Bereichen ein nach wie vor großes Potenzial: Auf dem Handy- und auf dem Heimkinosektor. In letzterem Bereich mag zum Beispiel der Fernseher eine immer wichtigere Rolle einnehmen: 3D-Brillen sollen ein regelrechtes Revival in den kommenden Jahren feiern, da nicht zuletzt die Bulk-Funktion eine stabilere und positionsabhängige, weil ortungsfähige, Technik hervorruft ermöglicht. Auch beziehungsweise insbesondere die Einbindung an VR- oder gar AR-Brillen verleiht Bluetooth einen unübersehbaren Zukunftscharakter. Im Smartphone- und Tablet-Kontext spielt wiederum der akustische Punkt eine große Rolle, denn mit Bluetooth-Kopfhörern und Bluetooth-Boxen, die eine simultane Wiedergabe beziehungsweise Mehrfachkupplung ermöglichen und zudem die Master-Slave-Technik unterstützen, dürfte auch dieser Bereich in den nächsten Jahren einen deutlichen Ausbau erfahren.


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